Digitaler Produktpass (DPP)

Digitaler Produktpass: Anforderungen klären, Datenbasis aufbauen

Der Digitale Produktpass wird Produktinformationen in Europa neu strukturieren. polargold verbindet DPP-Beratung, Softwareentwicklung und Integration: Wir prüfen Anforderungen und Datenquellen, bauen eine belastbare Datenbasis auf und stellen Produktinformationen über QR-Codes, Produktpass-Seiten, Kundenportale, APIs oder spezialisierte DPP-Dienste bereit.

Was ist ein Digitaler Produktpass?

Ein Digitaler Produktpass ist ein strukturierter Datensatz zu einem Produkt. Er stellt festgelegte Informationen über einen Datenträger wie einen QR-Code digital bereit. Entscheidend sind die dahinterliegende Datenqualität, eindeutige Produktidentifikatoren, geregelte Zugriffsrechte und eine Architektur, die Informationen aktuell und maschinenlesbar bereitstellt.

Digitaler Produktpass 2026: Was gilt in der EU und ab wann wird er Pflicht?

Es gibt keinen einheitlichen Pflichttermin für alle Produkte. Die Einführung erfolgt schrittweise nach Produktgruppe.

  • Seit Juli 2026: Das europäische DPP-Register und eine Testumgebung stehen bereit.
  • Ab 18. Februar 2027: Für Elektrofahrzeugbatterien, LMT-Batterien und Industriebatterien mit mehr als 2 kWh gilt der Batteriepass.
  • Geplante EU-Rechtsakte: Eisen und Stahl 2026; Textilien, Reifen und Aluminium 2027; Möbel 2028; Matratzen und ICT-Produkte 2029.

Die Jahreszahlen markieren den geplanten Erlass produktspezifischer Regeln – nicht automatisch den Beginn der Unternehmenspflicht. Wer erst auf die letzte Frist wartet, muss Datenmodelle, Lieferantendaten, Identifikatoren und Schnittstellen unter hohem Zeitdruck aufbauen.

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Für welche Produkte und Branchen wird der DPP relevant?

Der größte Handlungsdruck entsteht dort, wo viele Produktvarianten, internationale Lieferketten, regulatorische Dokumente und unterschiedliche Datenquellen zusammenkommen. Die konkrete Pflicht richtet sich jedoch immer nach Produktgruppe und Rechtsgrundlage.

  • Industrie und verarbeitendes Gewerbe: Batterien, Eisen und Stahl, Aluminium, Textilien, Reifen, Möbel, Matratzen und ICT-Produkte gehören zu den zuerst betrachteten Produktgruppen.
  • Chemie und Spezialchemie: Stoff-, Material-, Herkunfts-, Sicherheits- und Konformitätsdaten liegen häufig bereits in SDS-, TDS-, ERP-, PIM- und Fachsystemen. Auch ohne pauschalen DPP-Termin für die gesamte Branche müssen diese Daten über Produkt- und Lieferketten hinweg anschlussfähig sein.
  • Logistik und Handel: Logistikunternehmen sind nicht automatisch Hersteller eines DPP-pflichtigen Produkts. Sie werden aber zu wichtigen Datenpartnern für Identifikation, Herkunft, Ereignisse, Dokumente und Rückverfolgbarkeit.
  • Lebensmittel: Lebensmittel und Futtermittel sind vom ESPR grundsätzlich ausgenommen. Relevant bleiben Verpackungen, Lieferketten- und Herkunftsdaten sowie weitere sektorspezifische Informationspflichten.
  • Pharma und regulierte Gesundheitsmärkte: Human- und Tierarzneimittel sind vom ESPR grundsätzlich ausgenommen. Für Verpackungen, Medizinprodukte, Serialisierung, Nachweise und streng geregelte Produktinformationen bestehen jedoch eigene Anforderungen.

Digitaler Produktpass: ein konkretes Beispiel

Bei einem chemischen Reinigungsprodukt werden Produkt-, Material-, Lieferanten- und Regulatorikdaten aus ERP, PIM, Fachsystemen und Dokumenten zusammengeführt, geprüft und freigegeben.

Die DPP-Software erzeugt einen eindeutigen Identifikator und QR-Code. Der Scan öffnet eine aktuelle Produktpass-Seite; geschützte Daten stehen Behörden, Partnern oder Kunden rollenbezogen bereit.

Wer sollte jetzt handeln?

  • Product Compliance und Regulatory Affairs
  • PIM-, MDM- und Produktdatenmanagement
  • IT und Enterprise Architecture
  • Nachhaltigkeit und Circular Economy
  • Produktmanagement und Engineering

Der DPP verbindet Recht, Produktdaten, Prozesse und Systemintegration. Deshalb sollte das Vorhaben nicht in einer einzelnen Fachabteilung isoliert werden.

Die eigentliche Herausforderung liegt in den Daten

In vielen Unternehmen verteilen sich DPP-relevante Informationen auf ERP, PIM, PLM, DAM, Lieferantenportale, Datenblätter und Excel-Dateien. Häufig fehlen eindeutige Zuständigkeiten, gemeinsame Identifikatoren oder verlässliche Freigabeprozesse.

  • Welche Produkte, Modelle, Chargen oder Einzelstücke müssen abgebildet werden?
  • Welche Pflichtdaten sind vorhanden und wo bestehen Datenlücken?
  • Welche Systeme sind führend und wie werden Daten synchronisiert?
  • Wer darf Informationen erstellen, prüfen, freigeben und lesen?
  • Wie bleiben veröffentlichte Daten aktuell und nachvollziehbar?

Welche Anforderungen muss eine DPP-Software abbilden?

  1. Datenquellen anbinden: ERP, PIM, PLM, Lieferanten- und Fachsysteme verbinden.
  2. Datenmodell aufbauen: Produkte, Varianten, Chargen und Komponenten strukturieren.
  3. Qualität sichern: Pflichtfelder, Validierungen, Freigaben und Verantwortlichkeiten verankern.
  4. Produkte identifizieren: Identifikatoren und QR-Codes passend zum Rechtsakt erzeugen.
  5. Daten bereitstellen: Produktpass-Seiten, Portale, APIs, Register und externe DPP-Dienste versorgen.
  6. Betrieb absichern: Versionen, Rechte, Aktualität und langfristige Verfügbarkeit gewährleisten.
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Pimcore Partner Agentur PIM CMS DAM Kundenportale

DPP-Datenbasis mit PIM und Pimcore

Ein PIM-System wie Pimcore kann Produktinformationen, Dokumente, Relationen, Workflows und Ausgabekanäle zentral verbinden. Über Schnittstellen integrieren wir unter anderem SAP, Microsoft Dynamics 365 Business Central, PLM-Systeme und Lieferantendaten.

Der DPP kann als öffentliche Produktpass-Seite, geschütztes Kunden- oder Partnerportal, API-Ausgabe oder über einen spezialisierten DPP-Dienst umgesetzt werden. Pimcore oder eine Erweiterung allein garantieren keine regulatorische Konformität. Entscheidend sind die geltenden Anforderungen, Datenqualität und sauber geregelte Prozesse.

Beratung, Integration und Umsetzung aus einer Hand

polargold begleitet den Weg von der DPP-Readiness über Datenmodell, Integrationen und Workflows bis zu QR-Code, Produktpass-Seite, Portal und API-Ausgabe.

  • DPP-Readiness-Check und betroffene Produktgruppen
  • Dateninventur und Zielarchitektur
  • MVP für einen konkreten Use Case
  • Pimcore-, ERP- und PLM-Integration
  • Datenqualität, Freigaben, Rollen und Rechte
  • Weiterentwicklung und Betrieb

Wir prüfen gemeinsam, welcher nächste Schritt fachlich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Erfahrung mit komplexen Produkt- und Regulatorikdaten

polargold entwickelt seit vielen Jahren Datenplattformen, Portale und automatisierte Dokumentenprozesse. In Projekten für Industrie- und Chemieunternehmen haben wir Produktinformationen aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt, ERP- und PIM-Systeme integriert, Freigaben abgebildet und Daten zielgruppengerecht bereitgestellt.

Diese Projekte sind keine pauschalen DPP-Referenzen. Sie zeigen jedoch genau die Fähigkeiten, die für eine belastbare DPP-Architektur benötigt werden: strukturierte Produktdaten, Integration, Datenqualität, Rollen und Rechte sowie verlässliche digitale Bereitstellung.

Projekte und Referenzen ansehen

Verwandte Lösungen und Themen

In fünf Schritten zur DPP-Roadmap

  1. Use Case und Produktgruppe klären
  2. Anforderungen und Datenquellen aufnehmen
  3. Datenlücken und Verantwortlichkeiten bewerten
  4. Zielarchitektur und MVP planen
  5. Umsetzung, Integration und Betrieb vorbereiten

FAQ zum Digitalen Produktpass

Häufige Fragen zu Pflicht, Daten und Umsetzung

Der Digitale Produktpass verbindet regulatorische Anforderungen, Produktdaten und technische Bereitstellung. Die folgenden Antworten ordnen die wichtigsten Fragen für Verantwortliche in Product Compliance, Produktdatenmanagement, IT, Nachhaltigkeit und Supply Chain ein.

  1. Grundlagen, Zeitplan und betroffene Produkte
  2. Daten, QR-Code und Softwarearchitektur
  3. Pimcore, Umsetzung und sinnvoller Einstieg

Grundlagen, Zeitplan und betroffene Produkte

Was ist ein Digitaler Produktpass?

Der Digitale Produktpass ist ein strukturierter Datensatz zu einem Produkt. Er macht festgelegte Informationen über einen Datenträger digital zugänglich und unterstützt Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Kreislaufwirtschaft und die Prüfung von Produktanforderungen.


Ab wann ist der Digitale Produktpass verpflichtend?

Es gibt keinen einheitlichen Termin für alle Produkte. Für Elektrofahrzeugbatterien, LMT-Batterien und Industriebatterien mit mehr als 2 kWh gilt der Batteriepass ab dem 18. Februar 2027. Für weitere Produktgruppen sieht der aktuelle EU-Fahrplan produktspezifische Rechtsakte vor. Die verbindlichen Anwendungsfristen werden im jeweiligen Rechtsakt festgelegt. Unternehmen sollten deshalb jetzt Datenquellen, Lieferantendaten, Identifikatoren, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen prüfen.


Welche Produkte sind vom Digitalen Produktpass betroffen?

Das hängt von produktspezifischen EU-Rechtsakten ab. Priorisiert sind unter anderem Eisen und Stahl, Aluminium, Textilien und Bekleidung, Möbel, Reifen, Matratzen sowie verschiedene ICT- und energieverbrauchsrelevante Produkte. Batterien werden über die EU-Batterieverordnung geregelt. Lebensmittel, Futtermittel sowie Human- und Tierarzneimittel sind vom ESPR grundsätzlich ausgenommen; für Verpackungen und andere regulierte Produkte können jedoch separate EU-Regelungen relevant sein.


Welche Daten gehören in einen Digitalen Produktpass?

Die konkreten Pflichtdaten werden für die jeweilige Produktgruppe festgelegt. Möglich sind unter anderem eindeutige Produktidentifikatoren sowie Material-, Herkunfts-, Nachhaltigkeits-, Reparatur-, Recycling- und Konformitätsinformationen.

Daten, QR-Code und Softwarearchitektur

Ist der Digitale Produktpass nur ein QR-Code?

Nein. Der QR-Code oder ein anderer Datenträger stellt lediglich den Zugang her. Der wesentliche Aufwand liegt in aktuellen, strukturierten und interoperablen Daten, eindeutigen Identifikatoren, Zugriffsrechten und verlässlichen Aktualisierungsprozessen.


Brauchen wir für den DPP ein PIM-System?

Ein PIM-System ist nicht in jedem Fall gesetzlich vorgeschrieben. Bei vielen Produkten, Varianten und Datenquellen kann es jedoch die zentrale Basis für Datenqualität, Workflows, Versionen und die wiederverwendbare Bereitstellung von Produktinformationen bilden.


Welche Software wird für den Digitalen Produktpass benötigt?

Es gibt keine für alle Unternehmen vorgeschriebene DPP-Software. Benötigt wird eine Architektur, die die jeweils geforderten Daten strukturiert, aktuell, maschinenlesbar und rollenbezogen bereitstellt. Sie kann ERP, PIM oder PLM, Datenqualitäts- und Freigabeworkflows, Identifikatoren, QR-Codes, Produktpass-Seiten, Portale, APIs und bei Bedarf einen spezialisierten DPP-Dienst verbinden.

Pimcore, Umsetzung und sinnvoller Einstieg

Kann Pimcore für den Digitalen Produktpass eingesetzt werden?

Ja. Pimcore kann Produktinformationen, Dokumente, Relationen, Workflows und Ausgabekanäle zentral abbilden und bestehende Systeme integrieren. Produktpass-Seiten, QR-Codes, Portale und APIs können individuell umgesetzt werden. Ob Pimcore allein oder zusammen mit einem spezialisierten DPP-Dienst verwendet wird, hängt vom Use Case, der Registeranbindung und den Anforderungen an Betrieb und Verfügbarkeit ab.


Kann polargold den Digitalen Produktpass vollständig umsetzen?

polargold begleitet den Weg von der Anforderungs- und Datenanalyse über Datenmodell, Integrationen und Workflows bis zu QR-Code, Produktpass-Seite, Portal und API-Ausgabe. Wo ein spezialisierter DPP-Dienst oder eine Registeranbindung sinnvoll beziehungsweise erforderlich ist, wählen und integrieren wir die passende Lösung gemeinsam mit Ihnen.


Wie starten Unternehmen sinnvoll?

Ein sinnvoller Start ist ein abgegrenzter DPP-Readiness-Check für eine relevante Produktgruppe. Dabei werden Anforderungen, Datenquellen, Datenlücken, Verantwortlichkeiten und Zielarchitektur bewertet und in eine umsetzbare MVP-Roadmap überführt.

Digitalen Produktpass vorbereitet angehen

Wir prüfen gemeinsam, welche Produktgruppen und Datenprozesse für Sie relevant sind, wo heute Lücken bestehen und welcher nächste Schritt wirtschaftlich sinnvoll ist.

Alternativ zum Termin können Sie uns über das Kontaktformular oder telefonisch erreichen.

Lassen Sie uns zusammenarbeiten.

Bei uns erhalten Sie Beratung, Strategie und die technische Implementierung Ihres Projektes aus einer Hand.

Gern beraten wir Sie vor Ort - oder remote per Videocall.

Vereinbaren Sie einfach ein kostenfreies Erstgespräch.

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Telefon: 040 688 7587-17
E-Mail: farid@polargold.de

Adde Adesokan
Managing Director Creation & Strategy

Telefon: 040 688 7587-20
E-Mail: adde@polargold.de

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Hier sind wir

Digitalisierung beginnt mit strukturierten Produktdaten.
Seit über 20 Jahren entwickeln wir Plattformen, Portale und PIM-Lösungen für Unternehmen mit komplexen Daten- und Prozesslandschaften.

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